MINTentdecker-Große fördern Kleine

Ein Erfahrungsbericht unseres Praktikanten.

Am Donnerstag durfte ich noch einer Schulung für angehende OGS-Betreuerinnen beiwohnen. An diesem Tag war der eher praktische Teil der Schulung dran. Als die Teilnehmerinnen kurz vor Beginn der Schulung ankamen, war ich gespannt, wie so eine Stunde oder zwei aufgebaut sind und wie die Teilnehmerinnen darauf reagieren würden. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde ging es dann auch schon an die erste Aufgabe: Eine Brücke aus Papier und Holzklötzchen bauen, damit so viele kleine Kugeln wie möglich darauf liegen bleiben, ohne dass die Brücke einstürzt. Die Herangehensweisen der zwei Gruppen waren sehr unterschiedlich: Die erste Gruppe versuchte eine dünne und schmale und damit auf leichte Brücke zu bauen, während die zweite Gruppe das Papier in Wellen faltete und so eine deutlich stabilere Brücke baute. Diese Aufgabe hatte den Sinn, Kindern beim Bewältigen von Aufgaben zu helfen, ohne ihnen die Lösung vorzusagen.

Weiter ging es danach mit der Vorbereitung auf die erste Stunde, die die Teilnehmerinnen in der OGS verbringen werden. Ein Fokus dabei ist es, die Kinder früh an MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) heranzuführen, weil sie in diesem Lebensabschnitt noch viel empfänglicher für solcherlei Themen sind als später. Zu diesem Zweck sollten sich die Teilnehmerinnen ein Experiment aussuchen und in Kleingruppen viele Fragen dazu beantworten, wie zum Beispiel: „Was könnte die Forscherfrage für die Kinder sein?“ oder „Was können die Kinder selbstständig tun?“ Nachdem die Arbeitsmaterialien ausgegeben wurden, war es plötzlich still im Raum. Man hörte nur konzentriertes flüstern, während die Teilnehmerinnen sich die besten Möglichkeiten ausdachten, den Kindern etwas beizubringen. Alle waren sehr motiviert und bei der Sache, weshalb wirklich gute Ergebnisse herauskamen, die fast keine Fehler enthielten.

Danach wurden noch Szenarien besprochen, auf die man nicht unvorbereitet treffen will und eben auch nicht soll und wie ein guter Umgang damit sein könnte. Alles in allem war es eine durchaus gelungene Schulung, alle werden mit einem besseren Gefühl nach Hause gegangen sein, als sie hergekommen waren und die Teilnehmerinnen können sich nun auf ihr erstes Experiment in der OGS freuen.